Y137 – Haste mal ’nen Tampon?

Tampons, Binden, Menstruationstassen, Schmerzmittel – die Menstruation kostet Geld. In Kenia kostet eine Packung Binden beispielsweise einen ganzen Tageslohn und auch in Deutschland sind diese Produkte für viele ein teures Übel, das zu allem Überfluss noch mit 19% versteuert wird. Vor allem Menschen, die an oder unterhalb der sogenannten Armutsgrenze leben, können sich die monatlichen Hygieneartikel häufig nicht leisten. So wie Pippi. Sie lebt mit Freund Simon in einem Wohnwagen und gilt als wohnungslos. Sie ist weder in Deutschland gemeldet, noch krankenversichert und ist auf das Geld vom Schnorren angewiesen – auch um sich davon Binden kaufen zu können. Inzwischen wird deshalb in vielen Ländern das Thema Perioden- Armut heiß diskutiert. Kenia ist Vorreiter und hat die sogenannte Tampon-Steuer schon im Jahr 2011 abgeschafft. Auch werden hier Binden an Schulen kostenlos verteilt. Trotzdem gehen immer noch viele Mädchen nicht regelmäßig zur Schule, wenn sie ihre Tage haben. Schlimmer noch, es gibt immer noch Fälle von Prostitution für Binden. Deswegen war Reporterin Victoria van Violence in Kisumu und hat dort die Gründer der Golden Girls Foundation getroffen. Eine Organisation, die an Schulen aufklärt und eine Lösung für das Problem anbietet.