Y166 – Wildtierhandel

Die Deutschen haben über 34 Millionen Haustiere. Hunde, Katzen, Meerschweinchen. Aber auch Kängurus, Affen, seltene Schildkröten und giftige Spinnen. Die meisten exotischen Tiere, die in unseren Gärten und Terrarien landen, sind deutsche Nachzuchten. Aber auch aus dem Ausland kommen einige. In kein anderes Land werden beispielsweise so viele Reptilien importiert wie nach Deutschland. Mit der Terraristik-Börse in Hamm ist Deutschland ein wichtiger Umschlagplatz für den internationalen Handel mit Reptilien. Immer wieder werden auch Tiere angeboten, die aus freier Wildbahn entnommen wurden. Tierschützer warnen: der Handel mit diesen Wildfängen führe dazu, dass begehrte Arten in ihren Herkunftsländern aussterben, außerdem sei eine artgerechte Haltung für diese Tiere hierzulande schwer einzuhalten. Sie fordern daher strengere Kontrollen oder gar Verbote dieses Handels mit Wildfängen. Unsere Reporterin Leonie Sontheimer will herausfinden, ob es möglich ist in Deutschland an einen illegalen Wildfang zu kommen. Dafür schaut sie sich im Netz und auf einer Reptilienbörse in Berlin um und stellt fest: in Deutschland ist so einiges legal.