Y170 – Ich trinke Menschenblut

Blutsauger, Untote oder Fabelwesen – Wenn es um Vampire geht, haben viele Menschen sofort Bilder im Kopf. Doch tatsächlich gibt es in Deutschland eine kleine Subkultur von Real-Life Vampiren. Die verschlossene Community besteht aus Menschen, die regelmäßig einvernehmlich kleine Mengen Menschenblut von Spender_innen, sogenannten Donor_innen, abnehmen und anschließend trinken. Die Real Vampire grenzen sich selbst von den mystischen Sagen rund um Blutsauger wie Dracula und Co. ab und zeigen das auch in der Schreibweise: Sie bezeichnen sich als Vampyre mit Y. Gesundheitstests und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bluttrinken sind den Vampiren der Szene besonders wichtig. Im Internet gibt es spezielle Foren, in denen sich die Szene der Vampire austauscht. Außerdem gibt es Stammtische und reale Treffen, viele in der Szene sind miteinander befreundet. Die Subkultur ist sehr divers, die meisten grenzen sich jedoch von Blutfetischisten ab, denn für einen Großteil habe das Bluttrinken keine sexuelle Komponente. Die Reporterin Anna Breithausen erhält einen Einblick in diese skurrile Welt, sie trifft zwei Männer, die von sich behaupten Blut zu trinken und sich als Real-Life Vampire identifizieren. Was gehört für sie dazu? Wie gehen sie mit den gesundheitlichen Risiken um? Raven lässt sich beim Bluttrinken von seiner Freundin mit der Kamera begleiten. Morcar, ist schon fast 15 Jahre in der Vampir Szene und erzählt Anna mehr über das Vampir-Dasein. Außerdem spricht die Reporterin mit der Kriminalpsychologin und Kennerin der Szene, Lydia Benecke, um mehr über mögliche psychologische Erklärungsansätze für das Phänomen Real-Life Vampire zu erfahren.